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Mietpreise in Tübingen

Es ist kaum zu glauben, die Mietpreise in Tübingen sind absolut überzogen, aber doch finden sich genug Leute, die bereit sind für diese Preise zu zahlen. Und das trotz sinkender Nachfrage, schlechtem Zustand der Wohnungen und mangelnder Infrastruktur. Der Grund dafür ist ein Vermieterkartell und zwar eine betrügerische Wohnungsbörse. Diese versucht durch gezielte Marktmanipulationen die Vermittlung von Wohnungen in Tübingen so weit zu erschweren, dass Vermieter auf der entsprechenden Seite ein kostenpflichtiges Angebot einstellen. Dabei wird ein absolut unangemessener Mietspiegel veröffentlicht mit Preisen zu denen eine Wohnung in Tübingen nicht zu vermieten ist. Jeder Vermieter, der sich an diesem Mietspiegel orientiert, hat bei der Suche nach Mietern für seine Wohnung Schwierigkeiten, da er diesen Preis nicht erzielt. Er muss davon ausgehen, dass er bei einem niedrigeren Preis viel Geld verschenkt und gibt daher gerne ein paar Euros aus um auf dieser Wohnungsbörse, die ja angeblich zu diesen Preise Wohnungen vermittelt, ein Angebot ein zu stellen. Wer ernsthaft versucht eine Wohnung zu vermieten kann auf einer anderen Wohnungsbörse ein kostenloses Angebot aufgeben.

Da sich viele Mieter und Vermieter an diesem Mietspiegel orientieren, kommt es zu diesen absolut unangemessenen Mietpreisen!

 

Diese Marktmanipulation ist auf den ersten Blick für die Vermieter günstig, wer allerdings genauer nachdenkt merkt schnell, dass das Gegenteil der Fall ist. In Tübingen lassen sich relativ hohe Mietpreise ausschließlich durch die hohe Nachfrage durch Studenten durchsetzen. Bisher hat Tübingen den Ruf relativ günstig zu sein und lockt auch damit viele Studenten an. Sobald aber bekannt wird, wie überteuert Tübingen ist, werden die Studentenzahlen deutlich sinken. Schon jetzt kommen die meisten Studenten in Tübingen aus den umliegenden Dörfern und wohnen noch bei ihren Eltern, wenn sich also noch weniger Studenten aus größerer Entfernung für ein Studium in Tübingen entscheiden, wird die Uni noch unattraktiver, da sie dann völlig vom frischen Wind der Studenten aus allen Teilen Deutschlands abgeschnitten wird. Tübingen verliert also noch viel schneller das was das Stadt besonders macht. Angesichts der schlechten Rankings der Uni, gibt es dann keinerlei Grund mehr sich für ein Studium in Tübingen zu entscheiden. Über kurz oder lang entwerten die Vermieter also ihre Immobilien in Tübingen!

Zur Einschätzung der finanziellen Möglichkeiten eines Studenten kann man sich an dem im Bafög-Satz vorgesehenen Betrag von maximal 237€ für Mietkosten orientieren. Mit diesem Betrag muss ein Student die gesamten Kosten für seine Wohnung bzw. sein Zimmer decken, also neben der Kaltmiete auch die Nebenkosten und zwar inklusive Strom, Telefon und Internet. Höhere Mietpreise kann ein Student also nicht bezahlen!